Die Geschichte
der WG Neckarwestheim

 



Es ist leicht zu merken: 1947 taten sich 47 Wengerter zusammen, um ihren Wein gemeinsam zu vermarkten.

Im 1. Herbst lagerte man den Wein noch im Nachbarort Talheim ein, da die Gründung kurz zuvor stattfand und man noch keine eigenen Räume hatte, aber gleich im folgenden Jahr pachtete die WG den Schulkeller, den heute der Gesangverein für seine Kellerfeste nutzt.

Damals stand auf dem heutigen Marktplatz noch die Gemeindekelter, in der die Wengerter in den ersten Jahren ihre Herbste pressten. Aus dem Jahr 1950 ist eine Menge von 127.000 kg Trauben überliefert – heute erntet man die zehnfache Menge – trotz Mengenbegrenzung.

Dem ersten WG-Vorsitzenden Adolf Kuehnle folgte 1951 Karl Bayha, der bis 1972 amtierte und dann von Adolf Häusser abgelöst wurde, der dieses Amt bis 1999 innehatte. Die Genossenschaft hat in einem halben Jahrhundert also nur drei Vorsitzende „verbraucht“.

Im Lauf der Jahre, als die Erträge größer wurden, mietete die WG noch den benachbarten Pfarrkeller an, und erwarb zusammen mit der Neckarwestheimer Bank das Gelände, auf dem jetzt Lagerhaus und das WG-Gebäude stehen.
Das wurde 1982 fertiggestellt und bezogen. Die Verbindung zur Ortsbank war von Anfang an eng: Bis 1992 besorgte deren jeweiliger Vorstand die Finanzgeschäfte der WG.

Die eigene Kellerwirtschaft gaben die Wengerter Ende der 60er Jahre auf und wurden Vollablieferer bei der Württembergischen Weingärtner-Zentral-Genossenschaft. Rund 25 % der Weine aber vermarkten sie selbst und lassen ihn nach ihren Wünschen ausbauen.

Heute zählt die Genossenschaft, nachdem sie 1986 mit der Schozacher WG fusionierte, 130 Mitglieder, die rund 65 ha Rebfläche umtreiben. Um die 850.000 Kilo Trauben bringen sie im Herbst zur Annahmestelle in Neckarwestheim.